ABWÄRTS & POOLSTAR am 01.11.2009
 

ABWÄRTS & POOLSTAR am 01.11.2009 im S.O. 36 in Berlin
 
Ein Treffen der Generationen !
 
Heute trafen sich im S.O. 36 zwei Bands, die eine, ABWÄRTS, existiert seit 29 Jahren, die andere POOLSTAR hat Bandmitglieder die wahrscheinlich gerade mal so alt sind.
Ein Treffen der Generationen.
Kurz nach 21.00 Uhr begannen die Jungs von POOLSTAR im schon relativ gut gefüllten Kreuzberger S.O. 36 ihre Show. Der Sound wusste zu gefallen und der Lichtmensch meinte es sehr gut mit der Band. POOLSTAR gaben sichtlich Gas. Die Jungs spielen netten Poppunk. Das kommt kurzweilig daher, tut keinem weh, hat aber für mich persönlich viel zu wenig, um im Ohr zu bleiben. Schade, wenn man sieht welches Schwergewicht ABWÄRTS darstellt. Da gibt es sicher einige Bands die besser reingepasst hätten. Nun ja, so war es eben auch auf der Bühne ein Treffen der Generationen.
Das Publikum bestand zum einen Teil aus jungen Mädchen, die man als Fans von DIE ÄRZTE bezeichnen könnte, und zum anderen Teil aus Menschen die die Band schon einige Jahre kennen, und nicht nur wissen wie Punk geschrieben wird. Sicher sind alle Bandmitglieder von ABWÄRTS gut aussehend und keine Unbekannten, aber Rodrigo Gonzales, Basser bei DIE ÄRZTE, und verantwortlich für die sechs Saiten bei ABWÄRTS ist nun mal auch nicht der Unbekannteste.
Nachdem POOLSTAR mit ihrem Set fertig waren, füllte sich der Raum vor der Bühne spürbar. Der Club war knapp dreiviertel voll. Vorne standen die jungen Leute und weiter hinten die ältere Garde. Man sah die ganz alten Hasen, die ABWÄRTS schon ewig kennen, genauso wie junge Leute die die Band vielleicht das erste Mal sahen. Das Treffen der Generationen wurde vom brachialen Sound von ABWÄRTS unterstrichen, die, nachdem sie die Bühne betraten, sofort losrockten. Die Band spielte vornehmlich Songs von den beiden letzten Alben, was mir persönlich sehr gut gefiel. Der Sound pendelte zwischen Punkrock und Industrial. Da kam richtig Wucht aus den Boxen. Es war nicht lauter als bei anderen Konzerten, aber es war druckvoller. Mit diesem Sound kommen die Songs der letzten beiden Alben sehr gut rüber. Die Texte sind zwischen politischer, gesellschaftlicher Provokation und dem düsteren zynischen Betrachten der Welt anzusiedeln. Da passt so ein Sound perfekt.
Die Stimmung war sehr gut, sowohl vorne im Pogokessel, als auch in der Mitte oder hinten. Wirklich jeder hatte seinen Spaß, und als im Zugabenteil die älteren Songs gespielt wurden, konnte dieser auch wirklich jeder mitsingen.
Sehr schön war, als nach der zweiten Zugabe die Lichter im Saal angingen, und jeder den Weg nach Hause antreten wollte, plötzlich die Band die Bühne betrat und noch weiter machte. So gab es noch eine schöne dritte Zugabe. Spontan, und sehr charmant.
Es war es ein toller Abend.
Frank
 
 
 
   
 
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