Gemischtes
 
Mehrere Konzis
alle in den Jahren 2005 und 2006

An einem herrlichen Mittwochabend lud FARIN URLAUB samt seinem RACING TEAM die Bielefelder Blumenkinder zu seiner „Sonnenblumen of death“ Tour in den „Ringlokschuppen“ ein.
Am 18.05. ging`s somit leicht verspätet nach Bielefeld und schon weit vor dem RiLo sahen wir die Menschenmenge Richtung Eingang ziehen, wo sich schon eine Schlange von ca. 500m Länge angesammelt hatte. Und wie in der Schule, immer paarweise standen die Blumenkinder hintereinander weg. Dabei sollte in nicht einmal 30 Minuten Beginn sein und ich stand mit dem Auto mitten in einer Blechlawine, kein Parkplatz weit und breit zu sehen.
Nach 10 Minuten endlich einen Parkplatz fast am Ende der Stadt gefunden und zügigst Richtung RiLo marschiert, um nicht die ganze Show zu verpassen. Dabei war ich gar nicht mehr so heiß auf der Konzi, das letzte Album „Am Ende der Sonne“ fand ich ja nicht so prall, aber da waren die Karten für läppische 23,10 Euro schon gekauft. Dazu gab es keine Vorband und 3 Km Fußmarsch lang auch noch vor mir, ganz zu schweigen von der Menschenschlange vor dem Eingang. Die hatte sich mittlerweile aber in Luft aufgelöst und 2 Minuten später war ich schon im ausverkauften „Ringlockschuppen“ drinne.
Zig bekannte Gesichter begrüßt und 5 Minuten später erklang auch schon pünktlich das Intro. Und WAU, ging FARIN U. samt R.-TEAM ab ! Es wurden viele Songs des alten und meiner Meinung nach besseren Album gespielt und neben den 2 guten neuen Songs „Wie ich den Marilyn-Manson-Ähnlichkeits­wettbewerb verlor“ und „Dusche“ klangen auch die weiteren neuen Songs besser als auf der CD ! Eine geile Stimmung und auch ich war dann froh, dass ich die Karte nicht vorher noch verschenkt habe. Die 2.499 Zuschauer und meine Wenigkeit hatten über 120 Minuten Spaß, ich glaub es waren sogar 140 Minuten incl. 2 Zugaben (oder waren es 3 ?) bis ich verschwitzt, ohne das ich was dafür getan hätte, aus dem RiLo wieder raus war. FRISCHE LUFT, JAAAA !
Aber noch lagen 18.000 Km Fußmarsch vor mir bis zu meinen Auto bei Minus 10°C glaub ich.... Der Schweiß gefror schon langsam und das mitten im Mai....
3,5 Wochen später war es dann schon deutlich wärmer als es mich mal wieder ins Bielefelder „Forum“ zog. Eigentlich wollte ich nur mal sehen was bei einer ELECTRONIC LOUNGE-PARTY so abgeht, dass während­dessen eine Band spielen sollte habe ich erst mitbekommen als ich im „Forum“ mal auf die Bühne gesehen habe und dort Instrumente rum standen. Was das wohl werden wird...
Aber dann war ich doch ziemlich angetan von dieser Band aus Dresden mit der Japanerin am Bass ! Mit einem üblichen Line-up Bass, Gitarre, Schlagzeug plus Drumcomputer erzeugten PITCHTUNER eine Mischung aus Rock und Elektronik. Mich hat es auf jeden Fall beeindruckt was die 2 Jungs und das Mädel auf der Bühne gezeigt haben. Die drei sind ziemlich nett und haben mich beim Smalltalk im Backstagebereich nach ihrem Gig bei einem gesponserten Bier über die Band aufgeklärt, die im Ausland übrigens bekann­ter ist als in Deutschland ! Und beim nächsten PITCHTUNER Konzi werde ich sicherlich wieder vorbei schauen und schaut auch ruhig mal auf ihre Homepage www.pitchtuner.net, schade nur das sie auf englisch ist, PITCHTUNER sind halt interna­tional....
So, nun kam meine KNIE-OP und alle Konzis wurden von mir persönlich gecancelt !!!
Am ersten Freitag im September war dann im „Forum“ wieder ganz großes Kino ! SMOKE BLOW forderten die Bielefelder bei der VISIONS-PARTY zum Tanzen auf und viele kamen...
Da ich mich jetzt überhaupt nicht mehr an die erste Vorband A CASE OF GRENADA erinnern kann, gehe ich mal davon aus das sie nix auffälliges gebracht haben. Wenn sie grottenschlecht gewesen wären, hätte ich mir das sicherlich gemerkt.
UNION YOUTH waren schon interessanter. Im Vorfeld hatte man mir schon erzählt, man würde sie mit NIRVANA vergleichen, dem­entsprechend waren meine Erwartungen, die allerdings enttäuscht wurden L. Ihre schnel­len Stücke waren dabei noch ziemlich gut, aber die langsamen..... oh oh, die kamen ja gar nicht an... Der Sänger war wohl etwas verwundert, dass das Publikum so zurück­haltend war, aber er nahm es gelassen und war auch noch recht witzig dabei. Original Wortlaut von ihm: „Ein tolles Publikum seid ihr ja nicht gerade, aber interessant“...
Naja, vielleicht hätte ihm mal jemand erzäh­len sollen, dass die Ostwestfalen meistens doch sehr Verhalten in ihrer Freude und bei ihren Gesten sind....
Und dann kamen endlich die Kieler Jungs von SMOKE BLOW an die Reihe und schon war eine ausschweifende Party im „Forum“. SMOKE BLOW gab auch gleich Vollgas ohne Rücksicht auf Verluste... Dem einen hat`s sein Augenbrauen-Piercing raus geris­en, dem anderen den Kiefer raus gehauen... Was für eine ausgelassene Party und Spaß ohne Ende, außer bei den beiden Opfern wahrscheinlich sowie den anderen Leuten denen ähnliches passiert ist... Hauptsächlich wurden die „Dark Angel“ und „German Angst“ Songs gespielt und die kannte ja jeder der ca. 300 Zuschauer.... Und live sind SMOKE BLOW noch geiler als auf Platte... Die Jungs könnten alle GG ALLINs Brüder sein, es hat nur keiner auf die Bühne gekackt oder ne Schlägerei angezettelt.... Dann wohl eher MISFITS, aber so klein wie GLENN DANZIG ist ja auch keiner.... Die SEX PISTOLS vielleicht ? Nicht abgefuckt genug... Man kann SMOKE BLOW einfach nicht so richtig mit einer anderen Band vergleichen, man muss sie einfach gesehen haben... Es war auf jeden Fall eine geile Party und das gibt`s nächstes Jahr sicherlich wieder, ich glaube SMOKE BLOW spielt in keiner Stadt südlich von Hamburg häufiger als in Bielefeld J Let`s punk`n`roll.....
Am 14.12. spielten THE WOHLSTANDS­KINDER auf ihrer letzten Tour im Bielefelder Triebwerk. Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen, als sie in unserem klei­nen JZKalletal (R.I.P.) am 13.Juni 1998 eine supergeile Party geboten haben !!!
 * T R Ä U M * T R Ä U M *
Vorprogramm: SCHANDFLECK ! Egal, die Jahre sind ins Land gezogen und ich hab immer weniger von den WOHLSTANDSKIN­DER mitbekommen, die sich zwischenzeitlich mit einem THE adelten... Man traf sich noch 1x im Jahr in der Hamelner „Sumpfblume“ vor und hinter den Kulissen, aber das war`s auch schon... Und nun ihre Abschlusstour, da muss doch Party drinne sein ! Und auch dieses mal 1000x Danke an Türk für die 2 Freikarten, 14,-Euro im VVK waren auch ganz schön happig, trotz einer duften gedruckten Eintrittskarte ! Ich liebe Eintritts­karten !!! Sascha (damals Gitarrist bei SCHANDFLECK) war dann auch noch so freundlich zu fahren, so konnte ich mir das Konzi genüsslich mit einer oder doch mehre­ren Flaschen Bier ansehen J
Der Alk war auch notwendig, bitterkalt war es vor dem Triebwerk, bbrrrrr.... Leicht verspätet gingen um 19.50 Uhr (!) die Türen auf und rein (nach den 200 leichtbekleideten Mädels, noch mehr: bbrrrrrr) ins Warme...
Dort war schon die erste Vorband am spielen, das Timing hätte wirklich besser sein können, andererseits war die Band auch nicht mein Geschmack, egal....
Die zweite Band allerdings auch nicht... egal....
Also auf THE WOHLSTANDSKINDER warten und die ließen wirklich lange auf sich warten..... Mir war inzwischen sowieso alles egal und so hätte ich beinahe auch den Beginn verpasst, aber als einer der wenigen die vom Alter her überhaupt berechtigt waren an der Theke ´nen Bier zu ordern, dem darf so etwas an der Theke auch schon mal passieren...
Krachend legten THE WOHLSTANDSKIN­DER dann auch los, erster Song kenn ich nicht, zweiter auch nicht, dritter nö..... und viel weitere auch nicht... wo sind die alten Gas­senhauer geblieben ? Wo war „Kleines Luder“ ? „Immer & ewig“ ? „Wie gehen über Leichen“ ? „Roter Luftballon“ ? „Der Staat ist nett“ usw. ? Nix, nicht ein Song wurde gespielt, ich könnte heulen L Aber ich hatte ja mein Bier und Sascha.... Punkt 0Uhr war dann Schluss und ich konnte noch nicht einmal in den Backstagebereich, um mich für die Karten zu bedanken, die Security ließ niemanden durch L
Also wieder in die Kälte zurück und zack zack nach Hause ins warme Bett....
Neues Jahr, neues Glück.... Aber das Frühjahr war so unspektakulär, da war einfach nix an Konzis bzw. erst Tage später hat man davon erfahren L
Also erzähle ich Euch von meinen ersten Theaterbesuch nach ca. 20 Jahren !!!! Damals war es „der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt und in diesen Jahr war es „Clockwork Orange“... J Mit dem Resümee, dass ich vielleicht öfter ein Festspielhaus besuchen sollte ! Die Schauspieler im Detmolder Landestheater waren so freizügig J Hatte ich nicht erwar­tet...
Wenn es nur nicht so eng gewesen wäre... wohin mit meinen langen Beinen ?!!? Und sorry an die, die hinter mir saßen und nix sahen, kann passieren J
Nachdem im Frühjahr ja nix los war, hatte ich mir für den Sommer entsprechend viel vorgenommen, als erstes stand am 07.07.2006 die CD Release Show von THE GETAWAY DRIVERS auf dem Programm. Allerdings mehr wegen SHELTER, die ich seit mindestens 5 Jahren nicht mehr gesehen habe... damals war es ziemlich voll (im Kamp oder Luna oder so !??!), glaub ich zumindest und jetzt spielt SHELTER mit 3 weiteren Bands im kleinen Bielefelder Falkendom, das wird eng.... egal auf geht`s und wie erwar­tet war vor dem Falkendom schon so einiges los...
Und wen trifft man dort ? Zillich, Deppe, Priebe und Co... So klönt man natürlich erst einmal über damals, den besseren Zeiten und außer einem kurzen Überblick von 2-3 Songs habe ich von THE GETAWAY DRIVERS nicht viel mitbekommen. War nett, aber nichts außergewöhnliches...
Außergewöhnlich war die zweite Band an dem Abend MACHINEMADE GOD, die waren so scheiße, zum kotzen gerade zu...
Zu EVERGREEN TERRACE wurde es das erste Mal voll im Falkendom, ich kannte die Band bisher nicht. Man konnte aber schon raushören bzw. sehen, das EVERGREEN TERRACE wohl der heimliche Hauptact sein sollte (deutlich mehr Bandshirts). Und ich war von Anfang an begeistert !!!!
EVERGREEN TERRACE spielten eine geile Mischung aus Hardcore und Nu Metal, wobei ich mich wirklich wunderte wie dieses Hemd von Sänger (ca.1,75m & 55Kg) so brüllen kann... Der Schweiß tropfte tatsächlich von der Decke, so viel Gas gab die Band dem Publikum, die es dankend annahmen und ebenso zurückgab ! Der Gig war wirklich ein Höhepunkt, wie sollte das SHELTER steigern können ?
Um es vorwegzunehmen, SHELTER bzw. Ray Cappo hat es nicht geschafft ! Da half auch kein Weihrauch (Myrre und Hare-Krishna)... Nachdem im Falkendom also genug Räucherstäbchenduft verteilt war, begann Ray Cappo mit Oooohhhhhmmmm-Hare-Krishna-Tönen und legte dann mit Songs aus dem aktuellen ETERNAL Album einen drauf. Die Stimmung blieb aber etwas zurückhaltend.... Zum Einen sicherlich weil die Songs neu waren und viele (wie ich) sie nicht kannten, zum Zweiten war da auch nicht so viel Power hinter,wie beim göttlichen „When 20 Summers Pass“ Album. Die alten Songs gab es zum Ende hin öfters und sofort kam dann auch Stimmung ins Falkendom, leider aber zu selten um von einen aus­schweifenden Gig SHELTERs zu sprechen... leider.....
Am 2. Wochenende im August ging es dann zu einen Festival der etwas anderen Art, zum M´era Luna nach Hildesheim nämlich. So viel schwarzes Volk wie dort bekommt man wohl nur zu Pfingsten in Leipzig zu Gesicht (oder auf Massenbeerdigungen)...
Die Bandauswahl war dieses Jahr aller erster Sahne und überzeugte mich schon Wochen vorher `ne Karte für das Wochenende zu besorgen. 60,-Euro sind zwar kein Pappen­stiel aber für diese vielen geilen Bands ein doch recht günstiger Preis.
Also Samstag Mittag rein ins Auto, Jana mitgeschleppt und auf geht`s nach Nieder­sachsen... Der Flughafen bzw. das Festival­gelände war zwar nicht so gut ausgeschildert, aber meine Festivalnase führte uns direkt zum Parkplatz hinter der große Bühne, leider mussten wir dann fast komplett um das Festivalgelände rum, um auf das Gelände zu kommen, dafür hatte man einen fantastischen Überblick über Tausende von Zelte links und rechts der Startbahn.....
Die erste Band die ich unbedingt sehen wollte waren dann FUNKER VOGT und die gaben gleich Vollgas, Ihr Set sollte ja auch nur 40Minuten gehen...
Ihr Elektrosound kam bei den 22.000 Leuten sehr gut an und es herrschte eine ausgelas­sene Party­stimmung. Das hatte ich von dem “traurigen, deprimierten, schwarzen Volk“ eigentlich nicht erwartet. Auf jeden Fall waren die 40 Minuten viel zu schnell um, leider....
Aber es ging ja gleich mit Elektromucke weiter, DIE KRUPPS luden zu Ihrer 25jährigen Bandjubiläumsparty ein („Jürgen Engler gibt ne Party“)... Leider auch wieder nur `ne ¾ Stunde, aber mit allen alten und neuen Hits.
Spätestens jetzt war es brechend voll vor der Bühne bei bester Partystimmung. Auch wenn Jürgen Engler seine 40jährichen leicht überschritten hat, er machte wahrlich Dampf auf der Bühne... Und diese 45 Minuten waren ruckzuck vorbei, aber ich hatte meine beiden Wunschbands für das Wochenende gesehen J jetzt ging es zum gemütlichen Teil über und wir switchten immer zwischen der kleineren Halle mit den unbekannteren Bands und der große Bühne draußen hin und her.
Wobei mich SAMSAS TRAUM und BLUT­ENGEL auch nicht so wirklich interessierten... Nur die letzten 3 Bands auf der Hauptbühne interessierten mich dann doch noch etwas mehr. Wobei ich von FRONTLINE ASSEMBLY und NITZER EBB irgendwie mehr erwartet habe. Beide Bands spielten ihr Set runter und fertig... Etwas mehr Engage­ment wäre wünschenswert gewesen...
Leicht verspätet kam dann der Hauptact, das Zugpferd, die Gothic-Rocker der ersten Stunde, die Ikonen, auf die Bühne...                BAUHAUS
Obwohl ich (und sicherlich noch tausend andere Besucher) nur 2 Songs von BAU­HAUS kenne („Ziggy Stardust“ eine Cover­version von DAVID BOWIE und „Bela Lugosi's Dead“) drängten sich anscheinend alle 22.000 Leute vor die Bühne um bei diesem historischen Augenblick dabei gewesen zu sein. Und dann ging bei dem Gig soviel schief... L Nicht von BAUHAUS selber, aber die Technik versagte mal hier und mal dort.... Dabei war es gerade bei dem Gig so wichtig das die Lichter entsprechend ausgerichtet waren, die Lichteffekte vom Timing passen usw. Die Techniker waren in der letzten Stunde des Abends durchweg beschäftigt. Trotzdem boten BAUHAUS einen guten Gig und holten sicherlich das bestmöglichste aus der Situation heraus. Punkt 0.00 Uhr gingen auf der Bühne nach einen langanhaltenden Applaus die Lichter aus....
Am Sonntag standen die ersten interessanten Bands schon mittags auf der Bühne, aber wenn man nicht aus den Federn kommt, dann verpasst man sie halt und so waren wir erst zum ersten Hauptgig (zur Kaffeezeit) vor der Bühne.
APOPTYGMA BERZERK durften wir natür­lich auf keinen Fall verpassen und wenn die neuen Songs auch ziemlich massenkompa-tibel sind und entsprechendes Publikum anzog, wir ließen uns davon nicht abschre­cken und standen ganz vorne J
Und die Norweger hielten den Erwartungen in jeder Hinsicht stand. Sowohl die alten wie auch die neuen „gängigeren“ Hits wurden vom Publikum bejubelt und abgefeiert...... Party bei herrlichem Sonnenschein... Und eine Stimmung, voller Friede, Freude und guter Laune !!! Keine blöden Anmachen, keine Prolls, nur ganz wenige Alkleichen und nur 3 Tropfen Regen am ganzen Wochen­ende. Petrus hatte eine schützende Hand über das Gelände gelegt ! Außerhalb des Festivals zogen die schwarzen Regenwolken über Hildesheim weg und täglich gab es Unwetterwarnungen, aber nix da, es kamen nur die besagten 3 Tropfen Regen runter, das trockenste Festival seit Umsonst & Draußen in Vlotho (in dem Jahr in Bückeburg) 1997 !!!
Ich schweife ab, dabei wollte ich doch nur sagen das eine super Stimmung während diesen 50 Minuten Electromucke herrschte und eigentlich niemand APOPTYGMA BERZERK von der Bühne lassen wollte, aber mit der nachfolgenden Band würde ich mich auch nicht anlegen wollen....
Es folgte nämlich MINISTRY und mit den Jungs möchte ich keinen Ärger haben. Wie sich das für böse Jungs gehört, fingen sie natürlich zu spät an und überzogen auch etwas, aber das war nicht das schlimmste, nee das war die Lautstärke !!! Der lauteste Gig am ganzen Wochenende !!!
Nach 3-4 Songs zog ich mich langsam immer weiter zurück, der brachiale Industrialsound von MINISTRY war mir einfach zu laut (und das soll schon was heißen!). Von weiter draußen hatte man dafür einen guten Über­blick und einem weiteren (!)! Hörsturz konnte ich somit auch abwenden ! Wir erwartet waren MINISTRY mächtig am Posen und zeigten sprichwörtlich „Ihre dicken Säcke...“ Musikalisch boten sie 15 Jahre Industrial, von ihren alten Klassiker „Jesus Built My Hot Rod“ bis zu ihrem aktuellen Album „Rio Grande Blood“ und das kam bombastisch gut, bei der hitzköpfigen Horde vor der Bühne an !
Meinen persönlichen Abschluss fand ich beim M´era Luna 2006 bei IN EXTREMO. Danach spielten zwar noch WITHIN TEMPTATION aber die interessierten mich nicht die Bohne.
IN EXTREMO boten dann nicht nur das beste Bühnenbild des gesamten Wochenendes, auch die Show war vom feinsten ! Aber das war eigentlich zu erwarten... Viel Feuer, viele seltsame Instrumente, sehr ungewöhnliche Kleidung und viele Fans die den Platz vor der Bühne wieder in ein schwarzes Meer tauch­ten.
Von dem Auftritt war ich wirklich begeistert. Die Band zog das Publikum gerade zu an mit Ihrer mittelalterlichen Rockmusik und die Stunde Spielzeit ging um wie im Fluge. Ein wunderbarer Abschluss eines sehr schönen Wochenendes und während WITHIN TEMPTATION noch dahinträllerten, waren wir schon auf dem langen Fußmarsch zu Auto, good bye Hildesheim....
And good morning Stemwede…
Dorthin ging es nämlich am 3. Wochenende im August. Ich bin da eigentlich nur wegen SONDASCHULE hingefahren, aber wenn man schon mal da ist, dann nimmt man den Rest vom Umsonst & Draußen 2006 natürlich auch gerne mit J.
Nadine hat sich freundlicherweise als Fahre­rin zur Ver­fügung gestellt, so das sich die Besatzung in Form von Jana, Mario und mir, den Kaltgetränken widmen konnte J. 
Die erste Band die wir dann noch am Freitag mitgekommen hatten waren BOOZED die zwar ganz nette Mucke machten, da ich aber wirklich keinen Plan habe was sie überhaupt gespielt haben, werden sie wohl nicht so bemerkenswert gewesen sein.
Deutlich besser waren schon GODS OF BLITZ aus Berlin, die dann einen Tag später in Lemgo als Hauptband auftreten sollten. Aber warum Knete in Lemgo ausgeben, wenn man hier GODS OF BLITZ umsonst sehen kann. Da stimmt doch was mit der Organisa­tion in Lemgo nicht, überhaupt zwei Open-Airs mit gleichen Bands bzw. ähnlichen Line up in 50Km Entfernung zu machen spricht nicht gerade von perfekter Planung. Und da das U&D Stemwede jedes Jahr zu der Zeit stattfindet, müssen sich die Hansestädter wohl mit Katzenpisse überschütten lassen.
Ich schweife schon wieder ab GODS OF BLITZ waren auf jeden Fall ziemlich geil und rockten sich den Arsch auf. Der Sänger, dem ich jetzt mal eine gewisse Ähnlichkeit mit Glenn Danzig vom Aussehen her unterstelle, konnte sich entsprechend in Pose setzen und das Publikum feierte die Band auch ganz gut ab. Vielleicht nehmen GODS OF BLITZ ja bald GLUECIFERs Platz in der Rockliga ein.
Es folgte LA VELA PUERCA aus Uruguay, die sich als Vorband auf der DIE ÄRZTE Tour 2004 das erste mal einen Namen in Deutschland gemacht haben. Mit ihren Ska-Rock füllen LA VELA PUERCA in Süd­amerika wohl ganze Fußballstadion, bis es soweit in Deutschland ist, müssen sie aber noch viele Gigs machen. Der Anfang dafür ist als Support und auf diversen Festivals zumindest gemacht. Und ich muss gestehen, auch mich haben sie zum mitwippen gebracht. Aber auch nicht mehr, also bei GODS OF BLITZ war ich mehr aus dem Häuschen... J
Auf der Nu Stage Bühne spielten danach HEAVY CURRENT und auch diese Band kannte ich vorher nicht. Ihr Elektro-Rock war schon ziemlich geil und sie hätten auch durchaus auf der größeren Waldbühne spielen können. Oder auch in Hildesheim J Leider hatte ich nicht die Zeit mir den ganzen Gig anzusehen, da die ROSTOK VAMPIRES als letzte Band auf der Hauptbühne kurze Zeit später starteten. Ihr Metal-Hardcore konnte mich an dem Abend allerdings nicht so begeistern, vielleicht lag es aber auch daran, das ich zu müde war.... Als die Vampire die Bühne betraten war es mittlerweile 01.30 und mein Job forderte seinen Tribut....
Die erste Band die mich am Samstag neugierig machte waren dann SUPERSKANK aus Nürnberg. Mit ihren Ska-Punk lockten sie auf der Nu Stage Bühne die letzten Nacht­schwärmer aus den Zelten.
Danach ging es wieder zur Hauptbühne um DIE Band des Wochenendes zu sehen. Die Schulband aus der SONDASCHULE mach­ten sich auf, das Publikum mit ihren Ska-Punk zum tanzen zu bringen und eins vorweg, sie haben es geschafft ! Das neue Album „Rambazamba“ kannte ich bis dahin zwar nicht, aber auch die neuen Songs wurden von den Tausenden frenetisch abgefeiert ! Ich hoffe das kann man auf diesem Bild erkennen... Nach 90 Minuten war dann leider schon Schluss, SONDASCHULE hätte noch Stunden spielen können, ich glaube es wäre keiner freiwillig gegangen ! Und kaum war der Gig zu Ende kamen die ersten Regentropfen runter. Das ganze Wochenende gab es ansonsten keinen Tropfen, also war auch Petrus traurig, dass das Konzi zu Ende war, wie sollte man das anders deuten Danach spielen zwar noch zwei Bands, für uns ging es nach dem Höhepunkt des Festivals glücklich (und voll nach Hause....
Karsten Conform
 
 
 
   
 
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