SWOONS
 
SWOONS
JZ Kalletal 07.01.2000
Endlich mal wieder ein Konzi im JZK. Eigentlich hatte ich die Hoffnung schon darauf aufgegeben, zumal es den Anschein hat, dass das JZK Ende des Jahres 2000 für immer seine Pforten schließen muß. Aber das ist ein anderes Thema.
Trotz mangelhafter, sprich keiner, Bekannt­machung, sollten sich doch 60-70 Leute einfin­den um mal wieder etwas im JZK zu erleben. Wie es so kommen mußte, waren gut die Hälfte irgendwelche Hip Hoper, Rappis und sonstiges Gesindel und die angekündigte „Disco“ (!) entpuppte sich als Modern Talking und Tic Tac Toe-Generve.
Manch ein Gast konnte nur mit Mühe davon abgehalten werden, diesen Clown hinter dem Mischpult nicht zu liquidieren.
Noch später, als vom AJZ Bielefeld gewohnt, ging es dann so gegen 23.00 Uhr mit der Vorband „SKRIP JACK“ oder so ähnlich aus Herford los. Die brüllten (teilweise grunzten) mit jugendlichen Elan ganz gut und die Songs waren zum größten Teil ganz okay. Ne angenehme Mischung aus CLAWFINGER und HOT WATER MUSIC.
Anstatt dieses zu honorieren, gab das Publikum aber nur dünne Scheiße von sich und so kamen einige absolut unnötige Bemerkungen zutage, die ansonsten nur pubertierende Affen von sich geben. Und das von den ach so toleranten möchte gern Punks. Die Hip Hoper hatten sich natürlich schon längst verzogen.
Ach bei den SWOOS wurde es nicht deutlich besser. Hin und wieder wagte man einen kleinen Pogo, ansonsten war es aber überwiegend ruhig im Publikum. Dabei waren die SWOONS wirklich gut (okay, im Sommer vor 3½ Jahren auf dem Eschweger Wald-Open-Air, waren sie besser, aber da war auch das Wetter und die Stimmung spürbar besser). Und was mich persönlich (wenn ich das mal so erwähnen darf) am meisten geärgert hat, war diese trotzigkeit der Zuschauer. Nach dem Motto „Was, ich soll applaudieren, da muß ich ja mein Bier aus der Hand nehmen...“. Null Applaus, echt traurig. Vielleicht sollten sich diese Papnasen mal Gedanken machen (wenn sie das überhaupt noch können) wie es ist, wenn sie selber dort oben stehen würden und sich das Publikum absolut uninteressiert und ohne einer Huldigung ihnen gegenüber verhält. Echt erbärmlich diese Nasen....
Ein kurzes Resümee, die Bands waren Top, die Leute ein Flop und wenn sich keiner bei einem Konzert im JZK aufraffen kann, sei es von der Bierflasche zu Hause zu verabschieden und eine Konzert zu einer Party werden zu lassen, dann war es sicherlich das letzte Konzert dort.
Keine Nachfrage vom des Publikums, keine Angebote von den Bands, ein alter, leicht umgestellter Spruch von Henry Ford.
EuerKarsten Conform
 
   
 
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