Interview mit HIRSCH von MONTREAL
 

Interview mit HIRSCH von MONTREAL

am 1. Okt. 2010 in der Kulturwerkstatt Paderborn

 

Hirsch:         Wo kommt ihr eigentlich her?

Silke:           Aus Lemgo.

Hirsch:         Lemgo, das kenn´ ich. Ist doch hier gleich um die Ecke. Viele denken ja, das liegt im Osten. Lemgööö...

Sascha:         Wo kommt ihr her?

Hirsch:         Hamburg.

Sascha:         Alle drei?

Hirsch:         Wir kommen alle aus einer Vorstadt von Hamburg und sind dort zusammen zur Schule gegangen.

Sascha:         Super, dann haben wir die erste von Karsten in Auftrag gegebene Frage schon abgearbeitet.

Hirsch:         Lasst mich raten, die nächste Frage lautet dann: Warum heißt ihr Montreal?
Also, wir heißen so, weil unser Schlagzeuger dort geboren wurde.
Das ist bei vielen Interviews wie Jeopardy: Einfach die Fragen schon mal raten.

Sascha:         Das ist nicht schlecht. Immerhin bist du der Profi und wir die Interview-  Anfänger. Wir gucken einfach, was du machst...

Hirsch:         Ne ne ne, ich lese übrigens sehr oft die Verbotenen Früchte. Wir haben die immer in der Kasse liegen, also vorne beim Merchandise- Stand und dann blättert man schon mal drin rum. Ihr habt echt nen geiles Format, das passt gut in die Kasse rein.

Sascha:         Ja ja, das stimmt. Man kann es auch immer in die Hosentasche stecken.

Hirsch:         Visions und Uncle Sam sind halt nen bisschen zu groß und bei euch sind ja auch mal andere Geschichten drin. Bei vielen ist´s halt so, dass die grad auf Promo- Tour sind und man findet dann überall dieselben Geschichten. Das ist dann nicht wirklich spannend und ihr habt dann auch mal unterschiedliche Sachen drin. Klar, es hat so´n bisschen den Charme von ner Schülerzeitschrift, aber …. 

Sascha:        So, dann wollen wir mal schauen, was Karsten uns so aufgeschrieben hat. Also, wir müssen nun sagen: Hallo Montreal! Mit wem dürfen wir denn heute das Interview führen? Erledigt!

Hirsch:         Mit Hirsch – vielleicht für´s Protokoll.

Sascha:        Dann hat Karsten mir aufgeschrieben, dass es sehr lobenswert wäre, wenn ihr vor den Antworten immer euren Namen sagt. Das ist beim Abtippen nämlich um einiges leichter.

Hirsch:         Na, das hat sich wohl erübrigt, weil ich nämlich nur einer bin. Alle Antworten gibt heute Hirsch und ich spiele den Bass und ich singe auch. Wir singen nämlich zu zweit. Und einer von den beiden bin ich.

Sascha:        Sehr schön. OK, dann geht’s los. Bandnamen haben wir geklärt. Dann geht’s um eure Konzerte: Ihr seid ja unheimlich viel unterwegs. Wie viele Konzerte habt ihr jetzt gemacht? Seit 2004 gibt’s euch, oder?

Hirsch:         Ja, seit 2003 und ich hab vor kurzem noch gezählt und wir spielen im Oktober in Würzburg unser 400. Konzert. Und wir hätten´s fast gespielt ohne es zu wissen. Unser 300. z.B. haben wir verpennt – haben wir nicht registriert.

Sascha:        So viele Konzerte in dem kurzen Zeitraum ist schon mal nicht schlecht.

Hirsch:         Ja, aber das ist ja das, warum wir es machen. Das ist das, was am meisten Spaß macht. Es gibt halt Bands, die es lieben sich monatelang im Studio einzuschließen. Das ist jetzt nicht so unser Ding, sondern unterwegs zu sein und zu spielen.

Silke:           Und das Privatleben? Also, gibt’s da Freundinnen im Hintergrund?

Hirsch:         Aah!

Silke:           Ja, ist eine Mädchenfrage...

Hirsch:         Ja, jetzt kommen die Gala- Fragen. Mmh, es gibt tatsächlich, wobei das wechselt ja auch alles, eine Freundin. Also, einer hat eine feste Beziehung.

Silke:           Aber das ist doch bestimmt schwer, wenn man soviel unterwegs ist?

Hirsch:         Nö, das ist ähnlich wie bei anderen Leuten. Wir sind ja die ganze Woche über zu Hause. Wir spielen ja immer nur freitags und samstags. Sicherlich gibt es auch viele, die dann froh sind, wenn am Wochenende zu Hause ein bisschen Ruhe einkehrt. Wir sind ja in der Woche, also von Montag bis Donnerstag zu Hause. Und dann ist da noch der Sonntag.

Silke:           Habt ihr sonst einen normalen Job?

Hirsch:         Einer von uns ja, die anderen beiden nicht so wirklich.

Sascha:        Lebt ihr dann von der Band?

Hirsch:         Ja, da lebt man von. Kommt natürlich auch drauf an, wie man lebt. Ich fahr keinen Porsche und fliege nicht mit dem Hubschrauber, aber es geht schon. Vor allem wird es mit der Zeit ach von montags bis donnerstags langweilig und dann machst du schon mal andere Sachen. Aber natürlich bekommst du mit so was keinen Nine – To- Five – Job. Aber das ist ja auch nicht das Ziel. Insofern passt das schon.
Wobei Jonas kriegt das schon ziemlich gut hin. Der hat tatsächlichen einen Fulltime – Job und die Band. Er hat auch beides während des Studiums gut hinbekommen. Jetzt spielen wir ja auch weniger als vor zwei, drei Jahren. Da haben wir viel mehr gespielt. Tja, andere sind ja schon überfordert, wenn sie einmal am Tag zum Amt gehen sollen. Und andere machen halt an einem Tag das alles, wofür andere wiederum einen ganzen Monat brauchen. Und da gehört er halt zu.

Sascha:        Probt ihr denn nebenbei in der Woche auch noch?

Hirsch:         Ne, wir wohnen in zwei verschiedenen Städten. Das heißt, wir proben, wenn wir ein Album gemacht haben, eine Woche lang am Stück. Und dann halt auch so blockweise. Zum Beispiel fahr ich, wenn ein langes Wochenende nach Berlin. Die beiden anderen wohnen in Berlin, ich wohne in Hamburg. Dann fahr ich rüber und dann proben wir halt komplett am Block. Früher war das anders. Wir kennen uns halt seit 12 Jahren und dann haben wir immer einmal die Woche abends geprobt. Aber das ist sehr uneffektiv: du musst auspacken, aufbauen und spielst letztendlich anderthalb Stunden. Dann musst du wieder abbauen, weil du am Wochenende ja wieder spielst. Da geht, wenn du als Band nicht oft spielst, aber wenn du natürlich jedes Wochenende spielst … da haben wir das dann verändert. Das sind dann so logistische Sachen.

Sascha:        Und wie macht man dann neue Songs?

Hirsch:         Das macht jeder für sich zu Hause und dann trifft man sich einmal. Beim letzten Album ging das  auch recht fix. Das geht dann über einen Zeitraum von vier Wochen: da hat man alle Ideen zusammen geschmissen, ein bisschen gespielt und dann geht man halt mit diesem Rohschliff ins Studio. Dort wird das dann alles ausgearbeitet. Wobei auch das dann recht schnell geht. Also, einen Monat im Studio kann man für ein Album berechnen. Wir versuchen das sehr konzentriert, fokussiert zu machen.

Silke:           Also schreibt ihr alle drei?

Hirsch:         Äh, ne, tatsächlich eher nicht. Klar, die Musik im Proberaum machen wir zusammen. Aber so die Lieder machen Jonas und ich. Mit einem Schlagzeug  ist es schwer, Lieder zu schreiben. Außer du bist beim Safri Duo. Ne, nur wir beide schreiben. Erst kommt die Musik oder wenn man Glück hat, wacht man morgens auf und man hat das Lied mit Musik und Text schon da. Das passiert einem aber eher selten – das sind eher Glücksmomente. Campino hat mal erzählt, er wäre morgens aufgewacht und hatte zwei Lieder fertig. Das ist dann aber schon sehr, sehr selten. Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf. Aber das war dann wahrscheinlich „Schieb´den Wal zurück ins Meer“ oder „Jägermeister“ oder so was.

Sascha:        Oder „Eisgekühlter Bommerlunder“.

Silke:           Ihr seid ja auch viel im Ausland unterwegs. Ihr seid schon in 14 Ländern aufgetreten. Das ist ja auch der Wahnsinn. Immerhin macht ihr deutschsprachige Musik. Wie kommt´s überhaupt zu solchen Konzerten?

Hirsch:         Das hat eigentlich mit der Bloodhound Gang angefangen. Mit denen waren wir 2006 viel in Deutschland unterwegs und haben uns mit denen sehr gut verstanden. Ich hab die dann nämlich bei Rock am Ring getroffen und sie erzählten: Wir fahren auf Tour in Osteuropa. Wir sagten dann: Da haben wir auch voll Bock drauf. Können wir mitfahren? Die so: Seid ihr bescheuert, ihr kriegt da nur nen Appel und nen Ei am Abend. Wir So: Ja, haben wir Bock drauf. Wollen das einfach mal ausprobieren. Es ist Sommer, was willst du sonst machen. Und dann sind wir mit fünf Mann runter gefahren, hatten eine super Zeit in Osteuropa. Bulgarien, Rumänien, Mazedonien – die ganze Ecke – alles mit dem Bulli. Das war halt so witzig, dass wir gesagt haben: Passt auf: wenn ihr irgendwas habt – nehmt uns einfach mit! So kamen wir halt in solche Länder, hatten erstmal den Fuß in der Tür und dann geht das halt los. In Russland z.B. waren wir auch mit einer anderen Band da und da hat sich das dann tatsächlich verselbständigt. Dann waren wir später auch noch mal mit der Bloodhound Gang da. In Moskau kommen z.B. mehr Leute zum Montreal- Konzert als in manchen deutschen Städten. Viele Leute verstehen ja auch das englisch auf Konzerten nicht. Auch in Deutschland würde ich jetzt unterstellen, dass viele Leute gar nicht wissen, was da gesungen wird. Da kommt es halt mehr auf die Musik und die Energie an. Also, die Sprache tritt dann ein bisschen mehr in den Hintergrund. Wobei einige Russen versuchen dann auf deutsch mitzusingen, genauso wie Deutsche versuchen englisch zu singen. So singen die halt auch ein sehr absurdes deutsch.

Sascha:        Wenn ihr dann mit der Bloodhound Gang unterwegs seid. Wie ist das dann? Gibt es da so was wie Starallüren? Leben die abgeschottet oder habt ihr Kontakt?

Hirsch:         Ne, gar nicht. Das ist aber von Band zu Band unterschiedlich. Grad zu Anfang sind die meisten Bands schon reservierter. Aber gerade die Bloodhound Gang war sehr, sehr offen und hat uns hat uns auch wirklich sehr oft und sehr viel geholfen. Sie haben dann Sachen gemacht, die für so eine Band nicht üblich wären, z.B. wenn wir irgendwo ankamen und der örtliche Veranstalter gar nicht wusste, dass wir dabei sind und es gab kein Essen oder so. Dann haben die uns einfach ihr Essen mitgegeben. Das ist schon ein Unterschied zu Bands wie Blink 182, 30 seconds to mars oder Fallout Boy – die lachen müde und wissen gar nicht, dass du existierst auf diesem Planet. Das find ich schon sehr cool und das macht auch viele Bands aus, wie die mit Vorbands umgehen.

Silke:           Ihr seid ja bald mit Slime unterwegs. Wie ist das zustande gekommen?

Hirsch:         Genau, das ist über zwei Parallelen zustande gekommen – also gleichzeitig. Einerseits kennen wir den Alex, der da Schlagzeug spielt schon recht lange. Der ist Veranstalter vom Ruhrpott- Rodeo und anderen Festivals. Und wir haben Elf, den Gitarristen, und Dirk von Slime irgendwann mal kennengelernt und haben uns sehr gut mit denen verstanden. Und Elf z.B. hat mal auf einem Konzert im Graben gearbeitet und da haben wir gespiellt. Das war echt eine üble Nummer: wir spielen ein Konzert und Elf von Slime steht im Graben und macht mit Fabsi von den Mimmis zusammen die Sicherheit. Das war eine verkehrte Welt. Und dann haben wir mit den Jungs noch ein bisschen was getrunken. Zu dem Zeitpunkt haben wir auch Slime gecovert und dann kam es halt zu der Reunion. Wir haben dann gesagt, wenn ihr Bock habt, sagt einfach Bescheid. Und die haben dann Bescheid gesagt.

Silke:           Letztes Jahr haben wir euch auf dem Taubertal- Festival gesehen. Gibt es schon Pläne für das nächste Jahr?

Hirsch:         Es gibt bereits zwei feste Termine: ich glaub bei Big Day Out in Anröchte und wir spielen bei Force Attack in Rostock.

Sascha:        Da geht ihr auch hin? Da hätte ich euch jetzt gar nicht erwartet.

Hirsch:         Ja, das sind wichtige Veranstaltungen.Wir haben ja auch schon die Nikolausraus- Tour gespielt. Also, viele solcher Punk- Konzerte. Wir mögen schon das Punk- Publikum und anders herum eigentlich auch. Das öffnet sich ja auch alles. Gerade der Veranstalter von Force Attack versucht das jetzt auf zu machen und am Ende des Tages, ist es ja auch nur deutschsprachiger Punkrock.

Sascha:        Ja, das stimmt schon. Aber häufig gibt es doch auch so Zuschreibungen wie: Studentenpunk oder was ist das denn.

Hirsch:         Ja, gut. Aber eigentlich hören sie dann doch die Ärzte und Blink 182. Ist ja auch OK. Soll jeder sein, wie er will. Wir fahren halt hin und freuen uns auf ein Fest.

Sascha:        Ich würde gerne nochmal zurück gehen. Was habt ihr denn vor 2004 bzw. vor Montreal gemacht? Habt ihr alle zusammen schon in einer Band gespielt? Wie kam das zustande? Vor allem ging das ja recht schnell: so viele Konzerte. Ist ja manchmal schwer für eine Band an Konzerte zu kommen und ihr seid dann ja gleich richtig durch gestartet.

Hirsch:         Wir haben schon zu dritt seit 1999 Musik gemacht. Also, da sind wir noch zur Schule gegangen. Die anderen beiden haben sogar schon seit 1996 zusammen Musik gemacht. Das war also schon ein mehr oder weniger eingespieltes Team und wir haben dann vorher englischsprachige Musik gemacht. Haben dann aber gemerkt, dass ist nicht mehr so richtig unser Ding. Das war genau kurz vor dieser Juli- Silbermond- Phase. Da haben wir uns gesagt: OK, lass es uns mal auf deutsch versuchen. Im Nachhinein sieht es halt so aus, als wenn wenn wir auf diesen deutschsprachigen Zug aufgesprungen wären. Aber tatsächlich war es kurz davor. Wir haben uns da wirklich schwer mit getan, da es auch schwer ist auf deutsch zu texten und zu singen. Wenn man es erstmal macht, ist es natürlich viel, viel angenehmer, da es ehrlicher und direkter ist. Und danach haben wir die Band quasi umbenannt und dann haben wir uns gesagt: OK, Cut, ab jetzt wird das auch ein ernstes Ding. Wir sind das dann etwas forcierter angegangen. Vorher hat man immer so´n bisschen rumgedümpelt, wenn man grad kein Konzert hatte. Dann haben wir auch ein Album aufgenommen. Mit dem ersten Album beginnt ja häufig auch erst richtig das Band- Ding.

Sascha:        Nun zu Paderborn. Ich glaub, ihr wart vor einem halben Jahr oder acht Monaten erst hier. Ist noch gar nicht so lange her.

Hirsch:         Wir waren vor vier Monaten hier – auf dem Campus- Festival.

Sascha:        Wie findet es hier in Paderborn.

Hirsch:         Die Leute sind recht freundlich hier. Paderborn war 2003/ 2004, also zu Anfang gleich mit dabei. Da sind viele Freundschaften gewachsen. Das ist ja auch nicht so weit weg von Hamburg, wie bspw. München und Stuttgart. Und das war eigentlich immer recht nett hier. Und wir haben ein paar Jahre die Weihnachtstour gespielt, mit der Sondaschule zusammen. Paderborn ist auf jeden Fall bei uns immer fest im Terminkalender eingetragen. Es gibt halt Städte, auf die du dich sehr freust, Städte, auf die du dich freust und andere Städte, bei denen du sagst: OK, na gut. Dazu gehört Osnabrück z.B.

Sascha:        Warum hat Osnabrück so einen schlechten Ruf?

Hirsch:         Ich glaube, vor fünf Jahren hat Osnabrück eine Kampagne gestartet, dass in Osnabrück die glücklichsten Menschen Deutschlands leben. Das hat denen nicht gut getan, weil alles was dann der Osnabrücker cool findet, findet der Rest Deutschlands Scheiße. Außerdem ist es so, wenn du nach Osnabrück reinkommst, gibt es unheimlich viele Blitzgeräte. Das macht eine Stadt schon mal unsympathisch. Und dann ist Osnabrück halt die kleine blöde Schwester von Münster. Also Münster finde ich sehr angenehm und eine schöne Stadt. Und Osnabrück ist irgendwie wie´n Klugscheißer. Osnabrück wäre in einer Schulklasse jemand, der von hinten ein bisschen nörgelt,   nervt und meint, er weiß alles besser.
Das wird hoffentlich nicht in Osnabrück veröffentlicht, oder?

Sascha:        Gibt es einen Unterschied zwischen dem Paderborner und Hamburger Publikum?

Hirsch:         Mmh, in Hamburg kennen wir natürlich mehr Leute, da hat das eher so einen Party- Charakter. Wir spielen z.B. auch da, wenn jemand Geburtstag hat. Das ist dann eher so ein Freunde- Treffen und man spielt zugleich ein Konzert. Klar sind auch andere Leute da, aber das ist dort schon ein Unterschied, klar. Paderborn sind aber schon etwas party- freudiger, würde ich mal sagen.

Sascha:        Hamburger sind doch aber eher offener, oder?

Hirsch:         Hamburg sind aber auch erst offen, wenn sie jemanden kennen. Da ist es natürlich wieder so, wenn man Freunde dort hat, gehen die nicht nach vorne in die erste Reihe und tanzen. Das nehmen wir ja auch keinem übel, aber das merkt man natürlich schon.

Sascha:        Und wer gewinnt heute Abend? Paderborn oder Bielefeld?

Hirsch:         Ich wusste gar nicht, dass die heute spielen. Was ist das mittlerweile? 3. Liga?

Sascha:        2. Liga.

Hirsch:         Ich würde es Paderborn wünschen.

                   (singt) Ostwestfalen, Idioten! Scheiß Arminia Bielefeld…

Sascha:        Dankeschön! Da freut sich Karsten
So, dann kommen wir mal zur nächsten guten Frage von Karsten.

Hirsch:         Was hat der überhaupt?

Silke:           Schnupfen, Husten …

Hirsch:         Ach so, wie bei Max Power. Der ist auch schrott. Stimme im Arsch. Der singt heute nach Möglichkeit nicht.

Sascha:        Aber er kann Trommeln?

Hirsch:         Ja, das sollte er hinkriegen.

Sascha:        Ich lese die Frage einfach mal vor: Mir fällt auf, dass ihr häufig sehr persönliche Texte schreibt. Denkt ihr beim Schreiben an eine bestimmte Person? Und wer ist Dich bei „Schade um Dich“, „Frühstück bei deinen Eltern“, „Dein neuer Freund und ich“ und „Das letzte Lied für Dich“?

Hirsch:         Ja, das sind schon Geschichten, die wir irgendwo im Freundeskreis gesehen oder erlebt haben. Und die spinnt man natürlich weiter. „Schade um Dich“ haben wir natürlich nicht so erlebt. Das hab ich geschrieben, da hab ich viel „Der Pate“ und „Sopranos“ geguckt und dann hat versucht man sich da einfach rein zu versetzen. Aber natürlich haben wir niemanden im Wald erschossen. Und dann, was war das noch... „Dein neuer Freund und ich“ - gut, dass ist natürlich so eine Szene, die auch viele kennen. Die haben wir natürlich auch schon einmal erlebt, glaub ich. Den neuen Freund von der Ex- Freundin zu treffen ist ein ganz besonderes Vergnügen. Das kann man auch mit nichts aufwiegen, das muss man einfach erleben. Ja, das ist eine schwierige Situation: wie soll man sich verhalten? Am schlimmsten ist es dann, wenn man den Typen dann tatsächlich nett findet und eigentlich denkt: Ich muss den doch jetzt kacke finden. Aber es doch ein cooler Typ. Das ist eine ärgerliche Nummer. Und viele wiederum finden den Typen Scheiße und machen gute Miene zum bösen Spiel und versuchen damit irgendwie …. zu bewahren. Also, eigentlich kann man immer nur verlieren. Mmh, was war da noch? Ach ja, „Frühstück bei deinen Eltern“. Das hat mir meine Mutter sehr verübelt. Das ist nämlich genau das Frühstück, was es immer bei meinen Eltern gibt. Da hatten wir Mofa zu Gast, die haben bei meinen Eltern übernachtet und da sprachen wir darüber, dass das Frühstück bei ihren Eltern auch so aussieht. Tja, da hab ich das dann halt übersetzt in eine Geschichte, in der man bei einem Mädel aufwacht.

Sascha:        Ist denn auch ein neues Album geplant?

Hirsch:         Ja, wir spielen jetzt erstmal die Tour zu Ende bis Ende des Jahres. Dann geht’s in den Urlaub und dann im Frühling werden wir ein Album schreiben und aufnehmen. Also, wir schreiben jetzt schon.

Sascha:        Ja, wahrscheinlich schreibt ihr so zwischendurch.

Hirsch:         Genau, jeder schreibt

 

Das ist nun genau die Hälfte des gesamten Interviews, den 2. Teil findet Ihr als Audiodatei

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