TALCO, OBRINT PAS und BOIKOT
 

 

TALCO, OBRINT PAS und BOIKOT am 24.01.2009 im S.O. 36 in BERLIN
 
An diesem kalten Januartag, es war ein Samstag, luden drei hochkarätige aus Südeuropa Bands in das Kreuzberger S.O. 36. TALCO als Headliner, die mit ihrem neuen Album eine absolut hochkarätige Scheibe produziert haben, wurden von den BOIKOT und OBRINT PAS begleitet. Frühes Kommen tat hier also Not, um sicher zu gehen noch rein zu kommen.
Kurz vor 21.00 Uhr, als wir das S.O. 36 betraten, war es zwar noch recht leer, aber vor dem Club sammelten sich immer mehr Leute. Es bestand kein Zweifel, dass es heute heiß und voll werden sollte.
BOIKOT aus Madrid betraten als erste die Bühne. Mir bisher nur vom Namen bekannt, war ich gespannt, was die Band zeigen würde. BOIKOT begannen druckvoll und schnell. Nachdem der Sound am Anfang noch eingepegelt werden musste, war er nach vier Songs aller erste Sahne. Vorne begann man zu tanzen, und die Band dankte es mit Einsatz. BOIKOT boten sehr melodiösen, abwechslungsreichen schnelle Ska-Punk. Hier und Da blitzten sogar Pop-Elemente hervor. Der spanische Gesang gab den Songs zusätzlich Power. Der Saal füllte sich von Song zu Song. Nach 45 Minuten BOIKOT waren die ersten hundert Leute nass geschwitzt, und der Saal mit schätzungsweise 700 Leuten, davon viele Spanier und Italiener sehr gut gefüllt.
Nach einer langen Umbaupause betraten die Katalanen von OBRINT PAS die Bühne. Die Band die es seit 1993 gibt, und deren Texte oft in katalanisch sind, haben insbesondere bei den Linken in ganz Europa viele Fans. Politisch ist die Band sehr engagiert, was sich in ihren Texten widerspiegelt. Musikalisch ist die Band sehr breit aufgestellt. Von Skapunk über Folkpunk bis zu stark Elektro angehauchten Liedern geht die Bandbreite. Mit Bläsern, Keyboarder und einem eigenen DJ auf der Bühne ist man dazu auch bestens gerüstet.
Als die Band die Bühne betrat ging ein Jubelsturm los. Dachte man, dass die Stimmung bei BOIKOT schon gut war, so war sie bei OBRINT PAS überwältigend. Mehr als der halbe Saal tanzte und sang aus voller Kehle mit. Die Band stand dem in nix nach. Trotz der vielen Instrumente auf der Bühne war immer Platz zum springen. Es war ein einziges Fest. Anders lässt sich die Stimmung nicht beschreiben. Der mittlerweile richtig volle Saal verwandelte sich in einen Backofen mit unglaublich viel Energie. Absolut faszinierend.
Als letzte Band an dem Abend traute ich TALCO nicht zu, die Stimmung zu halten, geschweige den zu toppen. Ich sollte mich eines besseren belehren lassen. Als die sieben Jungs die Band betraten und die ersten Töne aus ihren Instrumenten entlockten, brach endgültig der Damm. Bei allen im Saal. Es wurde getanzt, mitgesungen und gefeiert wie selten im S.O. 36.. Nach ein paar Songs enterten die ersten Stagediver die Bühne. Die Band spielte eine bunte Mischung ihrer drei Alben, wobei besonders die Songs des neuen Albums live eine irre Durchschlagskraft haben. Da kann keiner stehen bleiben. Die Mischung die TALCO spielen ist einfach unbeschreiblich mitreißend. Der Skapunk von TALCO mit seinen ausgefeilten, anspruchsvollen und absolut mitreißenden Melodien ist einzigartig. Genauso einzigartig waren die 90 Minuten die TALCO auf der Bühne waren. Nach einer Zugabe sollte geplant Schluss sein, das Saallicht ging auch schon an, aber die Band und auch das Publikum mittlerweile nass bis auf die Haut und in Feierlaune wollten noch mehr. So gab es noch eine zweite Zugabe, wo alle noch mal alles gaben.
Es war ein herrlicher Abend mit drei absoluten Top-Bands, sowohl was deren politisches Engagement als auch was die Musik angeht. Die Revolution kann kommen! Den Soundtrack dazu gab es an diesem Abend!
Frank
 
 
   
 
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