cd rewiews Nr 18
 
ABSTURTZ – alles riskiert CD

(Nix Gut, Postfach 3, 71395 Leu-tenbach, www.nix-gut.de)

„Alles riskiert“ und auf ganzer Linie gewonnen! Denn im Moment habe ich so eine leichte Deutsch­Punk - Phobie.

Zurzeit kann ich also mit D-Punk fast überhaupt nichts anfangen und trotz diesem schweren Handicaps, können mich ABSTURTZ mit Ihrer dritten Platte völligst überzeugen.

Die tritt Arsch und hat dazu auch noch gute Texte. Bei so einem Bandnamen habe ich die CD mit ganz anderen Voraussetzungen in den Player gelegt und jetzt bin ich wirklich begeistert von den 3 Jungs aus dem Kreis Dithmar­schen, also dem hohen Norden. ABSTURTZ scheuen sich auch nicht auf die Melodie von „Ein Kompliment“ der „Sportfreunde Stiller“ einen neuen Text draufzu­legen („Richtig oder falsch“). Kommt schon recht cool !

Aber warum florieren eigentlich die Hiddentracks im Moment so dermaßen ? Die waren vor 15-18 Jahren aktuell… Alles kehrt irgendwann man wieder, sind wir schon wieder so weit ? Da kann der Bonussong noch so lustig sein, wie in diesem Fall, ich kann dem nix abgewinnen…  Trotzdem:

9 Points

Karsten Conform

 

 

 

ANYWAY - Burden  CD

(Election Records + Tchichimania Records / Eigenvertrieb )

ANYWAY aus Prag sind mir vor zwei Jahr schon mal imaginär über den Weg gelaufen, als ein guter Freund von mir aus Prag, mir deren CD gab. So richtig konnte ich damals nix mit denen anfangen. Zu unausgegoren war mir deren Musik. Technisch war die Musik ordentlich aber es war Musik von einer Band die noch nicht genau weiß, wo es langgehen soll.

Demzufolge war ich bei “Burden“ entsprechend skeptisch. Man soll ja Bands immer eine zweite Chance geben, und so fand das neue Album der Band die es seit 2005 gibt, und die schon drei Alben veröffentlicht haben, auch seinen Weg in meinen CD Player.

Erstmal muss man sagen, dass die Produktion um einiges fetter ist, als bei den Vorgängeralben. Da ist mehr Druck hinter. Eine gute Produktion ist zumindest schon mal ein Pluspunkt. Da kann man seine Anlage auch mal aufdrehen und seine Nachbarn ärgern.

Die elf Songs des Albums sind auch dieses Mal stilmäßig sehr weit gefächert, was das Hören nicht einfach macht. Besonders fällt die brutal laute Gitarre auf, die die meisten Songs fast schon wie ein Schirm umfasst. Gitarren sind immer gut und dass Gitarristen immer laut sein müssen, wissen wir nicht erst seit dem Die Ärzte das offiziell zugegeben haben, aber diese Gitarren sind einfach zu dick aufgetragen. Das ist wie bei einer Frau die an sich gut aussieht, aber den Lippenstift zu dick aufgetragen hat. Sieht an sich gut aus, schreckt aber ab.

Dazu kommt, dass die Band zwischen Streetrock, Punkrock, Schweinerock, Dark Rock und sogar elektronisch angehauchten (Wave-) Punk a la I WALK THE LINE pendeln.

Jeder Song für sich ist ordentlich und weiß zu gefallen. Als Ganzes ist “Burden“ allerdings nur bedingt zu empfehlen. Hier wurde leider einfach zu viel gewollt.

Frank

 

ATEMNOT – unvergessen CD

(Nix Gut, Adresse weiter vorne, www.myspace.com/atemnotband)

Mit ATEMNOT konnte ich noch nie etwas anfangen, weder vor 20 Jahren, noch heute und das wird sich wohl auch in den folgenden 20 Jahren nicht ändern, Kult hin oder her…. Ich komme weder mit dem Gesang, noch mit den uffta-uffta Melodien klar. Mir ist oben­drein das Schlagzeug einfach zu laut abgemischt, aber das kann natürlich auch subjektiv sein. Andererseits erkenne ich die eine oder andere Melodie schon wieder, z.B. wurde von den Onkelz geklaut ähhh… sich inspirieren (!) lassen, aber auch das legendäre „Troops of Tomor­row“ von The Exploited hört man raus. Trotzdem gefällt mir die CD nicht, da können auch die Gast­sänger Michel (Wilde Zeiten / Unter­gangskommando) & Uwe (Daily Terror) nichts dran ändern.

Einen fetten Pluspunkt kann ich aber doch noch vergeben. Einige Texte wissen zu gefallen und in einigen erkenne ich mich selber wieder ! Z.B. bei „Generation“, „20 Jahre Punk“, „Ticket nach Singa­pur“ und „Zukunft/Fortschritt“.

Wer sich ranhält und sich ´nen bisschen umschaut, sollte auf den kleinen Aufkleber „limitierte Fan-Club Edition“ auf dem Cover achten ! Die auf 500 Exemplare limitierte „Fan-Club“ Edition hat 2 Songs mehr, die mich allerdings ebenfalls nicht vom Hocker hau´n. 

4 Points

Karsten Conform

 

BOBBY PINS AND THE

SALOON SOLDIERS –

dancing on the moon

(Mad Butcher Records, Kurze Geismarstr.6, 37073 Göttingen,

www.madbutcher.de, mike@
madbutcher.net
)

Da halte ich das Album „Dancing on the Moon“ in den Händen und  hatte mir leider ein wenig mehr davon versprochen. Vielleicht bin ich auch mit den falschen Erwar­tungen daran gegangen, mag ja auch sein.

Aber erstmal zu den „Bobby Pins and the Saloon Soldiers“.

Eine Combo bestehend aus 9 Leuten, 3 Mädels und 6 Männern, was ja so erstmal nicht verkehrt ist .

Die Mädels Luise, Dorit und Lotti pfeffern euch ihre kraftvollen Stimmen in die Ohren und die Jungs an den Instrumenten schrebbeln im Hintergrund. Musi­kalisch betrachtet ist das auch nicht schlecht, also die können schon was an ihren Instrumenten.

Die CD fängt nicht schlecht an, also das Intro im ersten Lied „Duel by Dawn“ hat ein bisschen was westernhaftes und es geht instrumental weiter

Sehr schön, ist auch der Track, der mir persönlich am besten gefällt.

Weiter geht es dann mit „Dancing on the Moon“, ein Song, wie ich finde, den man sich auch anhören kann.

Mit Song 3 „Streets of Soul“, sind sie auch auf der Skannibal Party Vol.9 vertreten.

Ja, das war`s auch schon an erwähnenswerten Sachen, für mich wohlgesprochen .

Der Kenner von Reggea Sound aus den 60`s wird bestimmt noch den ein oder anderen Lecker­bissen auf dem Album finden, für mich allerdings ist da nix wirklich bei, da ich nicht so gerne den hohen Frauenstimmen lausche. Deswe­gen gibt es von mir auf einer Skala von „Das kann so im Hintergrund laufen, aber leise bitte!“ bis „Wow, da will ich unbe­dingt zu tanzen!“ nur ein „Kann man beim Putzen hören!“

Wer sich die Jungs und Mädels mal ein bisschen näher bringen will, kann auf www.myspace.com/ bobbypinsandthesaloonsoldiers ja mal reinlauschen, und (momen­tan) auch nur da, weil die Website www.bobby-pins.de/ nicht geladen werden kann.

Schlotterstein

 

DIE SKEPTIKER – fressen und moral CD

(Wannsee Records;

www.wannsee-records.de)

Anfang bis Mitte der 90er war die ruhmreichste Zeit der Skeptiker, zumindest meiner Meinung nach. Danach habe ich immer weniger von der Ostberliner Band gehört. Zur Jahrtausendwechsel lösten sich die Skeptiker dann ganz auf und das erste Lebenszeiten gab es vor ca. 2 Jahren dann wieder.

Nun habe ich diesen 37 Minuten langen Promo-Track hier und muss sagen, es ist wie vor 15 Jahren !

Die Musik ist immer noch gewöh­nungsbedürftig... Der ganz besondere Gesang von Eugen… (Eugen ich hab den Nach­nahmen leider vergessen…) ist halt sehr individuell und nicht jedermanns Sache. Auf jeden Fall musste ich mir diese 37 Minuten sehr oft anhören, wie damals schon… Aber erst jetzt nach zigmaligen hören des Albums gefallen mir so langsam die neuen Skeptiker Songs ! Das liegt aber nicht nur an der besonderen Stimme, auch die Texte sind sehr komplex und machen das hören bzw. das verstehen des Textes nicht gerade einfach. „Fressen und Moral“ ist also keine Schmal­kost !

Übrigens: Hiddentracks sind schon seit Jahren MEGAOUT !!!

Ich kann sie nicht mehr ab ! Lasst Euch doch mal was neues einfal­len, wenn es schon ein Bonus­track geben soll !

Fetter Punktabzug ! Und dann ist dieser Hiddentrack die mit Abstand langweiligste Nummer des ganzen Albums. Nee, das gibt nur schmale 6 Points

Karsten Conform

 

DOLLFACE silent rebellion CD

(Rock This Town GbR, Hobrecht­str. 15, 10047 Berlin, thomas@ rockthistown.de,www.rockthistown.de, www.dollfaceband.com,

www.myspace.com/dollfacearea)

Habt Ihr schon mal eine CD über den normalen Postweg erhalten, die durchgebrochen war ? Bisher hatte ich dauernd Glück gehabt, aber es gibt immer ein erstes mal und nun war es so weit, die CD von DOLLFACE war akkurat mittig durchgebrochen als ich den Brief öffnete. Bingo !

Dank dem Thomas von Rock This Town habe ich dann aber doch noch einen Ersatz erhalten, tx J

Und das ist auch gut so, würden jetzt einige Berliner sagen

Musikalisch würde ich die 14 Songs der Schweden als frikligen Indie-Rock á la ARCTIC MON­KEYS einordnen, das ist zwar nicht die Mucke die ich 24 Stun­den am Tag hören könnte, aber zwar Abwechslung höre ich die ARCTIC MONKEYS doch recht gerne und somit liegen auch DOLLFACE gut im Rennen. Und wer jetzt auch nix mit ARCTIC MONKEYS anfangen kann (und da gibt es sicherlich einige Leser), der muss sich einfach MANDO DIAO ohne Keyboard oder die FOO FIGHTERS vorstellen, aber beide Bands in der Soft-Ausfüh­rung. Ja diese Beschreibung passt auch ganz gut zu DOLLFACE.

Mir gefällt´s 7 Points

Karsten Conform




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