cd reviews seite 7
 

STRUNG OUT –

agents of the underground CD

(FAT WRECK CHORDS; P.O. Box 19360; San Francisco, CA 94119; USA; www.fatwreck.com; www.strungout.com )

Nachdem Strung Out im Frühjahr schon ein Album mit unveröffent­lichten und gecoverten Song raus­gebracht haben (siehe Reviews VF Nr. 17), haben sie nun in diesem Herbst wieder ein richtig­es neues Album rausge­bracht und das ist das Beste Album von Strung Out ever !

Es gibt nicht viele Bands, die melodischen Punkrock und Hard­core so gut vermischen können wie die Kalifornier und die legen mit ihrem 7ten Studioalbum die Meßlatte wieder sehr hoch an.

Dabei fällt es mir wirklich schwer einen Anspieltipp zu empfehlen, da wirklich alle 11 Songs sich zu empfehlen wissen. Es geht bei jedem Song mit viel Energie in die vollen, ohne das es überzogen wirkt. Dabei sticht Jason Cruzes Stimme bei den Songs natürlich heraus, denn das macht Strung Out doch so unverwechselbar geil.

Man merkt, das Strung Out fast volljährig sind, 17 Jahre hat die Band mittlerweile schon auf dem Buckel und dementsprechend wissen die fünf Amis, wie sie sich und Ihre Fans befriedigen können. Das ist ihnen mit ihrem Album „Agents of the Underground“ auch 100%ig gelungen.

Einziges Manko: Die 11 Songs sind leider viel zu schnell zu Ende

Full-House => 10 Points

Karsten Conform

 

THE APERS – YOU ARE ONLY

AS STRONG AS THE TABLE

YOU DANCE ON  CD

(Aasis Man Records / Cargo  )

Dieses Album landete nur durch Zufall auf meinem Schreibtisch, wurde mir jedoch wärmstens ans Herz gelegt. Die Band sei gut, und den Sound würde ich mögen. Wenn man mir die Band so ans Herz legt, dann höre ich da natür­lich gerne mal rein.

Der augenzwinkernde Titel “ You are only as strong as the table you dance on “ zaubert mir schon vor dem Hören ein Lächeln ins Gesicht. Die dreizehn Songs auf dem Album machen vom Titel her genau da weiter. Songtitel wie “24 Bottles of Fun“ oder “Friday Night killed Saturday Fun “ sind klare, fantastische Aussagen. Alleine an den Titel merkt man das die Band Humor hat und auch Erfahrung hat. Besonders denn zweiten Titel werden alle die die 30 überschrit­ten haben, nickend zustimmen können. Am Kater am nächsten Morgen merkt man, dass man nicht mehr alles so leicht wegste­cken kann.

Die dreizehn Songs erinnern stark an die Ramones, was hier aber absolut positiv gemeint ist.

Ansatzweise fallen mir auch noch die leider nicht mehr existierenden The Bates ein, aber das ist wirk­lich nur ein kleiner Hauch. Am stärksten weckt der Gesang von Kevin Erinnerungen an die Band aus Eschwege.

Die Melodien sind allesamt eingängig und einfach gehalten, so dass nicht nur ein sehr hoher Wiedererkennungswert da ist sondern man auch sofort mitsin­gen kann. Die Songs kommen alle im gefälligen Midtempo daher. Das THE APERS jetzt auf “Asia Man Records“ sind, auf dem u.a. auch Bands wie “Alkaline Trio“ ihre Alben veröffentlichen, verwundert da nicht.

Vielmehr verwundert, warum es die Band schon 16 Jahre gibt und nicht nur ich diese Band bisher noch nicht kannte.

Mit “You are only as strong as the table you dance on“ ist ein klasse eingängiges Punkrockalbum. Eingängig, tanzbar und sehr sehr gefällig.

THE APERS sind eine Entdeck­ung, die es verdienen gehört zu werden.

Frank

ALARMSIGNAL – Sklaven der Langeweile CD

(NIX GUT gGmbH; Postfach 3;

71395 Leutenbach; www.nix-

gut.de; www.myspace.com/

alarmsignalpunk)

Scheiße, ist das ein geiles Album!  Ich muss ja zugeben, dass ich im Moment nicht so viel Punk höre. Ich hab einfach zur Zeit keinen Bock auf billige Phasendrescher  und Uffta-Musik und so gebe die meisten Promo-CDs blindlings an die anderen Mitschreiber weiter. Aber bei dieser ALARMSIGNAL CD bin ich echt froh, kurz reinge­hört zu haben. Denn aus kurz reinhören wurde ein Dauerrenner erst in meinen CD-Player und dann im Auto-Radio.

Angefangen von den geilen  zackigen Melodien, die mir vom ersten Takt in mein Hirn rein brannten, über die ausgereiften Texte, die oftmals kritisch angrei­fen bis zum Sound der Instru­mente und des knackigen Gesangs. Ohne Ausnahme würde ich alle 18 Songs als Anspieltipp empfehlen. Sogar die Story vor dem letzten Track „Alles wird gut“ hat was für sich…

Auch beim Booklet geht mein Daumen ganz klar nach oben. Hinter jedem Text steht sogar noch ein Statement von einem der vier Bandmitglieder.

Fazit: Mit ALARMSIGNAL sehe ich wieder Licht am Punkrock-Himmel.

Deswegen gibt es die volle Punk­zahl: 10 Points  

Karsten Conform

 

ALLTAGSDASEIN – Ein neuer Wind

(Eigenproduktion / Eigenvertrieb)

Seit 2007 gibt es die Band ALLTAGSDASEIN. Gegründet von Chris, scharrte er schnell zwei Mitstreiter um sich, damit um die von ihm an gedachte Band komplettieren zu könnten. Mit viel Kreativität und Energie ging es los.

Bis heute sind gut 50 Konzerte gespielt worden, u.a. auch schon mit DRITTE WAHL zusammen. Für zwei Jahre ist das keine schlechte Hausnummer.

In diesem Jahr veröffentlichte die Band ihre erste CD-EP, die auf den Namen “Ein neuer Wind“ hört, und mit sechs Stücken einen guten Überblick über den Stil der Band gibt. Eingespielt wurde die Scheibe noch von Drummerin Anni, die im Sommer dann aller­dings ihren Posten räumte. Ein neuer Drummer wurde mit Sebas­tian gefunden, so dass also weder live noch im Proberaum Leerlauf entsteht.

Die sechs Songs sind in Deutsch gehalten und bieten ordentlichen Poppunk, wie man ihn von einer jungen Band erwartet. Die Aufnahmen sind ganz ordentlich, wobei der Gesang etwas kräftiger sein könnte. Die Stimme kämpft teilweise doch ganz schön gegen die anderen Instrumente an. Das sollte man bei den nächsten Aufnahmen verbessern. Genauso wie den Songfluss, der zwar soweit in Ordnung geht, aber mehr Druck vertragen könnte. Die Melodien sollten bei den zukünfti­gen Aufnahmen mehr herausge­arbeitet werden, damit die Musik mehr Druck und mehr Energie bekommt.

Insgesamt ist “Ein neuer Wind“ für ein Erstlingswerk nicht übel. Das was die Band bisher erreicht hat, sollte ihr Mut geben, für die nächsten Jahre.

Frank

 

BANNER PILOT – COLLAPSER

( Fat Wreck Chords / SPV )

So langsam habe ich das Gefühl das FAT WRECK CHORDS einen zweiten Frühling erleben, oder Fat Mike im Lotto gewonnen hat. Was in letzter Zeit an Output kommt ist schon erstaunlich, und immer sind es relativ junge Bands, die frischen Wind über´s Land bringen.

BANNER PILOT ist so eine Band. In 2008 veröffentlichten sie Ihr Debut-Album, und das schlug schon richtig ein. Für FAT WRECK CHORDS war klar, die Band kommt zu uns, und so ist die Band nun mit ihrem zweiten Album “Collapser“ unter den Fittichen von Fat Mike und seinen Labelkollegen.

Mit BANNER PILOT hatte das Label ein goldenes Händchen, oder einfach das beste Angebot. Wer weiß, auf jeden Fall stellt die Band, schon mit dem ersten Song klar, in welche Richtung die nächsten elf Songs gehen, und vor allem, dass sie ihr Handwerk verstehen. Hier treffen Singa­longs, mitreißende Melodiebögen und eine raue Stimme aufeinan­der. Raus kommt Punkrock der vor Melodien nur so strotzt und mal an Face to Face erinnert und mal stark in Richtung No FX geht. Kalifornischer Punkrock der durch die raue Stimme von Sänger Nick nicht mehr nach ganz jungem Teenie klingt, sondern nach einem Mitzwanziger der schon mehr als ein Getränk mit mehr als 40% Alkohol getrunken hat. Trotzdem oder gerade deswegen immer noch gut gelaunt ist, und lieber in Dur statt in Mol seiner Stromgitarre Töne entlockt.

Die Aufnahme ist sauber, der Bass und das Schlagzeug haben den Druck den sie brauchen um gut zu klingen. Die melodie­tragende Gitarre geht ebenfalls nicht unter. Hier hat passt der Sound perfekt zusammen!

Die Songs sind alle sehr abwechslungsreich, so dass auch nach mehrmaligem Hören keine Langeweile einsetzt, sondern man immer noch etwas in den Songs findet, was einem beim vorherigen Hören entgangen ist. Das ist nicht häufig in diesem Genre. Umso mehr gehört BANNER PILOT für “Collapser“ Respekt gezollt.

Ein wirklich klasse Album!

Frank

DEAD TO ME –

african elephants CD

(Fat Wreck Chords, P.O. Box 193 690, San Francisco, CA 94 119, USA, www.fatwreck.com, www.deadtome.com)

Manchmal hat man ja Platten vor sich, die einem beim ersten mal hören, überhaupt nicht gefallen. Beim kritischen hinterfragen, wo­ran das wohl liegen könnte, kom­men erst beim x-mal hören die Finessen der Platte so richtig raus und später ist man vom Silberling (oder Vinyl) begeistert. Das ist bei der neuen DEAD TO ME CD leider nicht der Fall !

Die Beschreibung mit dem ersten Eindruck ist zwar identisch, aber beim x-mal hören wird das Album zwar besser, wird aber nicht zu Megahit L.

Dabei gefiel mir die Mini-CD die vor einem Jahr rauskam sehr gut (siehe Review in der Ausgabe Nr. 16). Mit ihrem melodische Punk­rock und den Ska Anklängen kam sie bei mir verdammt gut an, sie war nur mit den 5 Songs zu kurz. Von diesen 13 Songs sind aller­dings auch nur eine Handvoll anhörbar. Die meisten Songs plätschern einfach nur so rum, ohne Pfiff und Ideen… 

Nee das ist nix.

Dem ersten Eindruck nach gibt es nur magere 3 Points, nach dem x-mal hören immerhin 6 Points. Durchschnittswert 4,5 also runden wir auf:  5 Points

Karsten Conform


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