Loikaemie
 
Loikaemie am 28.11.2008
Von Froilein Jotzo
 
Am Ende des Regenbogens befindet sich ein Schatz…
 
Mal ehrlich: Wer auf ein Loikaemiekonzert geht, der erwartet keinen musikalischen Ohrenschmaus von konzentrierten Künstlern. Man erinnert sich zurück an die live DVD zum 10jährigen Bandjubiläum und weiß, dass Alkohol durchaus die erste Geige spielen kann, was dann aber auch genau so klingt. Da singt man die erste Strophe gerne mal doppelt, wenn man sich an die Zweite einfach nicht mehr erinnern kann und das Ganze fällt kaum auf, weil nur jedes zweite Wort das Mikrofon findet… Schließlich ist umgreifen ohne auf die Finger zu gucken nicht so einfach…
 
Im Hamelner Regenbogen wurden wir allerdings eines Besseren belehrt.
Doch zunächst zur Vorband:
The Real McKenzies verdienten um einiges mehr Stimmung als sie bekamen. Allein schon wegen dem Yeti-Bassisten. Die haben wirklich mit Spaß das Haus gerockt und gaben selbst nach dem zwanzigsten Fehlversuch nicht auf, das Publikum mit in ihre Show einzubeziehen. Doch der an sich eher kühle Niedersachse lässt sich eben nicht so einfach entertainen. Daher schlug sich ihr Spaß, trotz heißer Kilts, leider nicht bis in die letzten Reihen durch. Beeindruckt zeigten sich nur einige Groupies, die dann auch für zwanzig Minuten mit in den „Backstagebereich“ durften… Ich nehme an zum Dudelsackblasen.
 
Als Loikaemie dann loslegten wurde das Publikum auf einmal rege. Was ich besonders erstaunlich fand, denn ich hatte damit gerechnet, dass die ganzen Mädels in ihren Miniröcken, die während der Vorband draußen geraucht haben, für Bewegungen längst zu eingefroren sein müssten. Naja, ich sach ma Hauptsache Optik schieben, ne?
Jedenfalls war der Laden auf einmal voll mit feiernden Menschen. Und wir hatten Grund zum feiern! Seit dem Zehnjährigen hat sich musikalisch einiges getan. Wirklich Respekt für einen guten Auftritt, mit dem ich absolut nicht gerechnet hätte. Selbst das mit dem Multitasking funktionierte einwandfrei und man hat nicht nur ein Lied rausgehört, sondern konnte sogar mitgrölen! Absolute Highlights waren natürlich die Songs „Trinkfestigkeit“ und „Good Night White Pride“, den Loikaemie gleich zweimal anstimmte, weil die Loite dabei völlig ausrasteten. Zum Pogo kann ich nicht viel sagen, da ich den Abend aufgrund starker Magenschmerzen (an dieser Stelle bitte kurz innehalten und mich bemitleiden… so, kann weiter gehen) nur in Nähe der Theke verbracht habe.
 
Leider war der Auftritt viel zu kurz und ich bin mir nicht mal sicher, ob die Jungs viel länger gespielt haben als ihre Vorband. Aber für 15,-€ Eintritt (VVK) wollnwa man ich meckern. Außer über das absolut überforderte Thekenpersonal, die nie mehr als zwei Gläser tragen und darüber hinaus auch nicht zählen konnten. Da kann die Band nix zu, daher gibt’s von mir mal eine absolut positive Bewertung!
 
 
   
 
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